14.06.2013

Neuveröffentlichungen 14. Juni 2013

Album Cover: Blassportgruppe - Back In BlechBlassportgruppe - Back In Blech

Heute widmen wir uns voll und ganz dem Metal. Bei zwei unserer Vorstellungen aber doch anders, als ihr euch das vielleicht vorstellt. Den Anfang macht Heavy Metal, bestehend aus Trompete, Posaune, Saxophon und Sousaphon. Dann landen wir bei Ritchie Blackmore, einer Ikone des Hard Rock (Deep Purple, Rainbow). Hier schlägt er andere Töne an. Aber dann kommt er doch noch hart, schnell und brutal: Heavy Death Metal.

Blassportgruppe - "Back in Blech"  (Pop)
Kleines Quiz: Aus der Fankurve hört man Dauerjubel, vom Spielfeld Hendrix, Grö- nemeyer, Brahms und AC/DC. Auf der Trainerbank sitzt Miles Davis neben Queen und Rio Reiser. Choreograph sind die Jacob Sisters, die Sportgeräte kommen von Ernst Mosch. Also, was wird da gespielt?
Klar, eine Erstligapartie der Blassportgruppe! Und das heißt: Blechmusik. Doch ohne Polka, ohne Flori Silbereisen, ohne Playback und ohne Respekt. Aus den Roh- ren dieser Mannschaft dröhnen keine Märsche – auch wenn sie manchmal per pedes ihr Publikum beglücken. Ihr Werkzeug ist Heavy Metal. Ihre Attitüde Rock. Ihr Spektrum allumfassend. Ihr Sound prächtig. Und ihre Show zu 97% jugendfrei. Es gibt keine Schublade, die breit genug wäre, diese Jungs hineinzuzwängen: Die BSG ist eine Funkband, der ein Stromausfall nichts anhaben kann, eine Popgruppe trotz musikalischer Klasse, ein manierliches Punkparadoxon, ein Knabenchor im Wolfspelz, eine Schlagercombo ohne Tranquilizer und ein Jazzensemble mit Publikum. Wohlgemerkt alles in einem, nur kurz hintereinander. Allesamt deutschen Jazz-Kaderschmieden entsprungen, beeindrucken die Blassportler nicht nur mit einer Revue, die des Moulin Rouge würdig wäre, sondern auch mit musikalischer Virtuosität, die man in Turnhosen selten erlebt. Neben eigenen Songs stehen Cover-Stücke auf dem Programm, die den Originalen die Schau stehlen und in ihrer Spielart auch bisher unerreichte Herzen wärmen. Nicht nur, weil der Text plötzlich ein deutscher ist und die Instrumentierung anders, sondern weil das Wiegenlied zugleich träumen und tanzen lässt, die Schnulze echtes Pathos gewinnt, die Rocknummer dabei aber Rocknummer bleiben darf.
Back in Blech - Blassportgruppe

Blackmore's Night - "Dancer And The Moon"  (Pop)
Das vielleicht Faszinierendste an ihrem neuen Werk ist die scheinbar völlige Gelassenheit, mit der sie die unterschiedlichen Stile und Einflüsse verknüpft und verarbeitet haben. Vielleicht liegt es an dem bislang besten Line Up ihrer Band. Blackmore’s Nights Kreativität sprüht stärker denn je zuvor, sowohl in der Neubearbeitung von "Temple Of The King" aus Ritchies Zeit mit Rainbow und dem verstorbenen Ronnie James Dio, oder auch in Candices perfektem Text für das traditionell-angehauchte Meisterwerk "The Ashgrove", den erfrischenden Neuversionen von Randy Newman- und Uriah Heep-Tracks, dem feurigen und bewegenden Instrumentalstück zu Ehren des kürzlich verstorbenen Jon Lord, oder dem russisch anmutenden "Troika".
Dancer and the Moon - Blackmore's Night

Dagoba - "Post Mortem Nihil Est"  (Metal)
Frankreichs interessantester Metal-Export, Dagoba, macht seinem gnadenlosen Ruf alle Ehre. Ein Ruf, der nicht an Grenzen halt macht.
“Post Mortem Nihil Est” – nach dem Tod kommt das Nichts auf Latein – ist extremer Killermetal der Extraklasse – genau so muss moderner Metal heutzutage klingen. Gemischt und gemastert von dem ehemaligen Machine Head-Gitarristen Logan Mader in Los Angelos, klang die Band noch nie besser.
Post Mortem Nihil Est - Dagoba

Abgelegt in: Neu im Regal, Pop, Metal, Album-CD | Von: Detlef Holst