28.02.2016

Neuveröffentlichungen 26. Februar 2016

Album Cover: Tommy Schneller - "Backbeat"Tommy Schneller - "Backbeat"

Tommy Schneller - "Backbeat"

(Rhythm and Blues, Blues Rock)

"Backbeat": Das sechste Album der Tommy Schneller Band kommt mit Volldampf um die Ecke. Ab in den Schacht mit CD 1 des zweiteiligen Digipacks: Jens Filsers dreckige Slideguitar sägt los, nach Sekunden rollt die Blues/Soul-Lokomotive durchs Gehirn und hält für die nächsten 49 Minuten nicht mehr an.
"Rhythm is truth", knarzt Tommy beim Opener "Backbeat" ins Mikrofon. Eine Zeile, die man sich tätowieren lassen könnte. Weit zurückgelehnt groovt sich die siebenköpfige Band durch zehn großartige Songs. Das ist zeitlose Bluesmusik mit rockiger Kante, die immer auch mit einem Bein im Soul steht. Im Zentrum steht Tommys markante Stimme – die Zigarette auf dem Cover ist keine Deko – und sein unverwechselbares Saxophon.
Ausgefeilte Arrangements und warmer, druckvoller Sound verleihen jedem Song ein eigenes Gesicht. Ob "Trust In Yourself" mit funky Gitarre, blubbernder Orgel und verspielten Bläsersätzen, das schwer rockende "Cold Attitude" oder "Let Your Soul Shine" mit hingebungsvollen Backing Vocals. Tanzbare Ohrwürmer gibt es hier am laufenden Band. Nur beim verträumten Duett mit Dorrey Lin Lyles namens "Barefootin’" darf kurz entspannt werden. Ansonsten gibt es keine Pause für den dauerwippenden Fuß.

iTunes: Backbeat - Tommy Schneller Band
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Songbirds Collective - "Four Voices / Four Worlds"

(Singer/Songwriter)

Auf der dritten CD "Four Voices / Four Worlds" des Projektes American Songbirds, das sich in Songbirds Collective umbenannt hat, werden neue Titel präsentiert, die 2015 live in Litauen und Österreich aufgenommen wurden. Ergänzt werden diese durch neue Studio Tracks. Musik, die die Seele berührt! Eine Songpoesie von vier großen Stimmen entwickelt sich zum Erfolgskonzept.

iTunes: Four Voices Four Worlds - Songbirds Collective
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Reinhardt Repkes Club Der Toten Dichter (mit Peter Lohmeyer) - "Charles Bukowski - Gedichte neu vertont"

(Pop, Blues)

"Charles Bukowski hat Schönheit gefunden, wo sie keiner vermutet hat und wo die meisten noch nicht einmal danach gesucht haben", schrieb einmal der Journalist Michael Althen. Dass er dabei hier und da eine grobe Sprache wählt, liegt in der Natur der Sache. Es ist seine Sprache. Der "Dichter der Straße", wie ihn manch einer nannte, schreibt aus einer alltäglichen Notwendigkeit, die jedes Wort wahr und zwingend macht. Nichts ist Kalkül, jedes Wort muss sein. Auch nach acht Stunden Maloche bei der Post, wo er elf Jahre als Briefsortierer arbeitete, ist er in seinen Gedichten auf der "Suche nach der letzten Wahrheit, die man nie zu fassen bekommt". Und so schreibt er über die piefigen Nörgler, während sein Buddha schmunzelnd in der Ecke sitzt. Oder die Pferderennbahn, die Frauen und ihre Hüften, ihre Hintern. Über einen Jungen, der ihm klar macht, dass der bloße Anblick des Meeres nicht schön ist. Bukowski selbst beschreibt seine Arbeit mit den Worten so: "Beobachtung in die Tat umgesetzt ist die Essenz der Kunst." Früher mögen bestimmte Wörter und der Umgang mit ihnen anrüchig oder abstoßend gewirkt haben. Aber in der heutigen Zeit? Heute lenken sie nicht mehr ab und geben so den Blick frei auf einen genialen Dichter: Charles Bukowski.

iTunes: Charles Bukowski - Gedichte neu vertont (feat. Peter Lohmeyer) - Reinhardt Repkes CLUB DER TOTEN DICHTER
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Abgelegt in: Neu im Regal, Blues Rock, Blues, Pop, Singer / Songwriter, Album-CD | Von: Detlef Holst