29.06.2013

Neuveröffentlichungen 28. Juni 2013

Album Cover: Kakkmaddafakka - Six Months Is a Long TimeKakkmaddafakka - Six Months Is a Long Time

Heute, einen Tag später als üblich, widmen wir uns dem Pop. Klar, an dem Namen Kakkmaddafakka kommt man irgendwie nicht vorbei. Das schöne ist, nicht nur der Name lässt einen aufhorchen. Zum Glück ist auch die Musik sehr gut. Auch die beiden anderen Alben, die wir Euch heute vorstellen entsprechen dem Pop-Klischee, sondern bringen Besonderheiten mit sich.

Kakkmaddafakka - "Six Months Is A Long Time"  (Pop)
Allein schon der Name der Band ist ein Grund, sich mit dem Album zu beschäftigen.
Alles begann im Jahr 2004 im norwegischen Bergen, als die Brüder Axel Vindenes und Pål Vindenes gemeinsam mit ihren Kumpels Stian Sævig und Jonas Nielsen beschlossen, eine Band zu gründen, um ein einziges Konzert für ihre Freunde zu spielen. Allerdings nicht irgendein Konzert - es sollte das mit Abstand spektakulärste Konzert werden, das je einer von ihnen gesehen hatte. Sie nannten ihre Band Kakkmaddafakka. Die Show war so spektakulär, dass ihre Freunde sie beknieten, weiter aufzutreten und den Namen beizubehalten. Was sie dann auch machten.
Allerdings sollte sich ausgerechnet das, was Kakkmaddafakka mehr als alles auszeichnete, nämlich die rohe Energie ihrer überschwänglichen Live-Show, als größtes Hindernis dabei erweisen, der Band auf Platte auch nur halbwegs gerecht zu werden. Noch dazu schien die norwegische Musikindustrie sie schlicht nicht ernst nehmen zu wollen, weshalb Kakkmaddafakka 2007 ihr Debüt-Album "Down To Earth" in Eigenregie veröffentlichte.
Nach unendlichen Wirrungen und einem weiteren Album hatte die Band Ende 2012 wieder genug Material zusammen, um das jetzt vorliegende Album zu produzieren. Wobei die Band fälschlicherweise annahm, dass die Aufnahmen beim zweiten Versuch leichter von der Hand gehen würden. "Wir hatten vorher intensiv an den Songs gearbeitet, und zwar noch bevor wir auch nur einen Fuß ins Studio gesetzt hatten, weshalb wir in unserer Naivität glaubten, dass wir die Produktion nach einer knappen Woche in der Tasche haben würden." lacht Axel. Letztlich dauerten Aufnahmen und Produktion sechs volle Monate, die von der Band alles forderten und während derer Øye nicht nur sein Fine-Tuning immer weiter perfektionierte, sondern den Musikern auch noch abverlangte, die Grenzen ihres Könnens ständig zu erweitern.
Six Months Is a Long Time - Kakkmaddafakka

Bastille - "Bad Blood"  (Pop)
Ein Pop-Album das Spaß macht. Abwechslungsreich und tanzbar.
Dan Smith stellte die ersten Bastille-Songs im Herbst 2010 ins Netz, aber eine ernstzunehmende Reaktion gab es erst Anfang 2011 für das Video zum Song "Flaws", das er mit Szenen aus Terrence Malicks Roadmovie "Badlands" (1973) zusammenstellte.
"Inspiriert werde ich von vielerlei Musik, aber besonders respektiere ich interessante Singer-Songwriter, die ausbrechen und neue Dinge ausprobieren. Leute wie Antony Hegarty, Regina Spektor, Kate Bush, Bon Iver und Björk".
Kein Wunder, dass seine Songs ein breites Spektrum an Zuhörern ansprechen. "Sie beziehen sich bis zu einem gewissen Grad auf Popkultur und Literatur", begründet er dieses Phänomen. "Aber hauptsächlich beschäftigen sie sich mit dem Lebensabschnitt zwischen Teenager und Anfang Zwanzig, also mit den Ängsten eines jungen Erwachsenen. Das ist schon eine ziemlich schwierige Zeit… Es sind Lieder über den Versuch, erwachsen zu werden und gleichzeitig zurück und nach vorn schauen zu müssen."
Bad Blood - Bastille

Nina Attal - "Yellow 6|17"  (Pop)
Die Musik zeichnet sich durch eine beeindruckende Mischung aus Pop, Soul, Funk, Blues und Jazz aus. Die 20-Jährige hat mit diesen Einflüssen innerhalb von 2 Jahren ganz Frankreich verzaubert. Als wären ihre gesanglichen Künste nicht genug, ist Nina Attal auch noch eine begnadete Gitarrenspielerin - ganz im Sinne ihrer Idole BB King, Prince und Lenny Kravitz. Neben ihrer offensichtlichen Talente auf der Bühne ist Nina Attal vor allem eine rigorose Musikerin, gepaart mit einem typisch französischen Charakter.
Yellow 6/17 - Nina Attal

Abgelegt in: Neu im Regal, Pop, Album-CD | Von: Detlef Holst