31.05.2013

Neuveröffentlichungen 31. Mai 2013

Album-Cover: Maxim - StaubMaxim - Staub

Na, Bock auf Musik mit Herz, Verstand und manchmal auch ein wenig Melancholie und Traurigkeit? Dann seid ihr in dieser Woche richtig gut bedient.
Mit Maxim, Fayzen und Lou Doillon haben wir Künstler, die sich Nahtlos in die Reihe großer Songschreiber / Texter einreihen können, vielleicht das musikalische Gut von Reiser, Mahn, Kunze und Smith hochhalten.

Maxim - "Staub"  (Pop, Rock)
Maxim berührt. Jedes Element für sich betrachtet, gehen seine Stimme, seine Texte und seine Musik unter die Haut. Im Verbund entfalten sie dort verheerende, verzehrende Wirkung. Diffuse Traurigkeit durchzieht seine Poesie. Die leise melancholischen Momente behalten jedoch nie die Oberhand. Maxim setzt ihnen seine ganz eigene Vision von kraftvollem, urbanem Pop entgegen.
Maxim hat sich gefunden, sein Klangbild, seine Inhalte und die richtigen Mitstreiter. Ein prüfender Blick in den Rückspiegel, hin und wieder, schadet nicht. Aber, Obacht! "Das Glück steht vor dir an der Straße und hält den Daumen raus."
Staub - Maxim

Fayzen - "Meer"  (Pop)
Der am 14. Februar 1983 in Hamburg geborene Fayzen legt mit "Meer" sein Debüt-Album vor. Musik hat er schon immer gemacht. Aber: Er will ein Plattenlabel finden und bastelt an einem neuen Demo. Hinter den alten Sachen steht er nicht mehr wirklich. "Ich wollte einfach mehr auf den Punkt kommen. Musikalisch mutiger und versierter werden und weniger rumschwafeln. Mit weniger mehr sagen.". Rund um die Uhr bastelt Fayzen Beats, übt Gitarre und Klavier spielen, schreibt Texte, dreht und wendet jedes Wort. Das Demo wird und wird nicht fertig. "Auch wenn ich etwas liebe, darf ich nicht verkrampfen. Man kann etwas auch zu doll wollen."
Was dann passiert klingt wie ein Klischee, aber manchmal ist das Leben halt genau so. Unter der Hand hört der A&R eines Major-Labels zwei der unfertigen, neuen Demos und will sich sofort mit Fayzen treffen. Er kommt nach Hamburg und Fayzen spielt für ihn, begleitet sich selbst mit Gitarre und Klavier. Fayzen bekommt seinen Plattenvertrag.
Meer - Fayzen

Lou Doillon - "Places"  (Pop)
Die eindringliche Stimme, die unwiderstehliche Melodie und die Atmosphäre versprechen eine große Zukunft. "Places" wurde bereits 2012 als EP veröffentlich.
Nach dem Eröffnungstrack "ICU" präsentiert Lou Doillon "Devil Or Angel", eine Ballade gesungen von einer befreiten Frau und zweifellos ein Song, der alles hat, was ein moderner Klassiker braucht. Bereits in einer Spanne von zwei Songs zeigt Lou Doillon ihre einzigartige Stimme und wunderschönes Timbre – und dabei ist dies erst der Anfang. Mit "One Day After Another", das an die Erzählkunst Patti Smith erinnert, beschreibt sie melancholische Tage im Tempo eines Trommelwirbels, während sie bei "Make A Sound" mit direktem Pop aufwartet. Das Album erreicht seinen Höhepunkt, wenn Lou Doillons klangvolle Stimme den perfekten Kontrast zu der zitternden Hoheit eines Kinderchors bildet.
Places - Lou Doillon

Abgelegt in: Neu im Regal, Pop, Rock | Von: Detlef Holst