06.09.2015

Neuveröffentlichungen 4. September 2015

Album Cover: Oh Wonder - "Oh Wonder"Oh Wonder - "Oh Wonder"

Oh Wonder - "Oh Wonder"

(Alternative)

20 Millionen Plays als Newcomer auf Soundcloud und Youtube sind nicht weniger als äußerst beeindruckend!
Es gibt sie ja immer wieder, diese Bands auf die sich aus irgendeinem Grund alle einigen können. So geht es bei Oh Wonder. Die von Josephine Vander Gucht und Anthony West eigentlich nur als Songwriter-Projekt gestartete Zusammenarbeit entwickelte sich, nachdem erste Songs bei Soundcloud hochgeladen wurden, in kürzesteter Zeit zur meistgebloggten Band der Netzwelt und die Plays explodierten förmlich.
Stilistisch reichen die Songs von Klavier-Balladen zu peitschendem Elektro. Eins haben sie dabei jedoch stets gemeinsam, und zwar ihre außerordentliche Menschlichkeit. "Wir haben es anfangs selbst nicht bemerkt, aber eine Menge unserer Songs handeln von Beziehungen und gegenseitiger Unterstützung", so Josephine. Anthony verweist auf das Eröffnungsstück "Livewire", "das davon handelt, dass man jemanden braucht, der einen aufmuntert. Jemanden, der dir hilft einen Tiefpunkt zu überstehen, der dich ins Leben zurück bringt und der Herzschlag ist, den du brauchst…" Auch in "White Blood" geht es um Zeiten im Leben – ob durch Krankheit oder andere Schwierigkeiten – in denen man "wirklich jemanden braucht", während "Heart Hope" von der fortschreitenden Gentrifizierung in Ost-London inspiriert ist: Der Song beschreibt das Gefühl, dass die Menschen – trotz all der neuen und glänzenden Gebäude – einander immer noch am meisten brauchen. "Im Grunde sagen wir darin, dass alles, was wir benötigen, ein Herz und eine Seele sind, und die Verbindung zu uns selbst und unseren Mitmenschen", so Anthony.

iTunes: Oh Wonder - Oh Wonder
Amazon: Oh Wonder - "Oh Wonder"

Alex Maiorano & The Black Tales - "Everything Boom!"

(Rock, Alternative)

Wenn er die Frage gestellt bekommt welchem Genre The Black Tales angehören, weiß Maiorano nie so genau wie er antworten soll. Die Band ist im Laufe der Zeit auf eine Art und Weise gereift, die es schwer macht, darauf eine eindeutige Antwort zu geben. Maiorano und der Schlagzeuger Alessio D'Alessandro zogen von Sulmona in Italien nach Berlin, um dort mit neuen Musikern zu spielen und ein größeres Publikum zu erreichen. Sie begannen als Blues/Folk Dup, die jene Stücke neu arrangierte, die Maiorano ein Jahr zuvor für seine Soloauftritte geschrieben hatte.
Als neue Mitglieder dazustießen - The Duke und Rieko Okuda mit Saxophon und Keyboard - brachten diese ihre eigenen Stilrichtungen mit ein und fügten dem Punk und Rock'n'Roll Hintergrund von Maiorano und D'Alessandro einige Funk- und Soulanteile bei. Die spezielle Mischung all dieser unterschiedlichen Genres, in Verbindung mit der Leidenschaft der Künstler ließ ihren Sound zu etwas völlig Neuem und Einzigartigem werden. Während The Black Tales also nicht strikt ihren ursprünglichen Wurzeln und Einflüssen verpflichtet sind, vermitteln sie doch das Gefühl jeder einzelnen dieser Stilrichtungen mit Bestimmtheit, Können und Geschick, zusammen mit ihrer ganz eigenen Einstellung dazu.

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Abgelegt in: Neu im Regal, Rock, Alternative, Album-CD | Von: Detlef Holst